ICCP MMO-Streifenanode
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Kathodischer Schutz durch Fremdstrom Die ICCP-Technologie (Integrated Controlled Pollution Protection) ist eine Kernlösung im Bereich des Metallkorrosionsschutzes. Sie liefert einen Schutzstrom über eine externe Stromquelle, wodurch die zu schützende Metallstruktur als Kathode im elektrochemischen System fungiert und Korrosionsreaktionen grundlegend gehemmt werden. MMO-Streifenanoden (Mischmetalloxid) haben sich aufgrund ihrer überlegenen elektrochemischen Eigenschaften in vielen Korrosionsschutzprojekten als bevorzugte Lösung etabliert.
MMO-Streifenanoden Sie verwenden hochreines Titan als Substrat. Ihre Oberfläche ist mit einer aktiven Beschichtung aus Mischmetalloxiden wie Iridium und Ruthenium versehen. Der Hauptvorteil liegt in der Kombination der Korrosionsbeständigkeit des Titansubstrats mit der hohen katalytischen Aktivität der MMO-Beschichtung sowie der flexiblen Streifenstruktur, die eine Anpassung an komplexe Metallstrukturen und anspruchsvolle Arbeitsumgebungen ermöglicht.
| Kerndefinition | Auf Basis von reinem Titan als Substrat wird die Oberfläche mit einer aktiven Beschichtung aus iridium- und rutheniumbasiertem Mischmetalloxid (MMO) in Form eines flexiblen Streifens beschichtet. |
| Vorteile | 1. Gleichmäßige Stromverteilung (Schutzpotential -0.85 V bis -1.15 V, Schwankung ±0.02 V); 2. Hohe elektrochemische Aktivität (Leistungsumwandlungseffizienz 95–98 %, langfristig zulässige Stromdichte 20–50 A/m²); 3. Lange Lebensdauer (30–50 Jahre, jährlicher Beschichtungsverbrauch 0.001–0.003 mm); 4. Flexibles Design, einfache Installation (bis zu einem Durchmesser von 100 mm biegbar, Installationszeit um mehr als 50 % reduziert); 5. Hohe Umweltbeständigkeit (-40 °C bis 120 °C, beständig gegen Erde, Meerwasser und saure/alkalische Medien). |
| Industrie | 1. Rohmaterialien: Titansubstrat der Güteklasse Gr1/Gr2 (Titangehalt ≥ 99.6 %), iridium-/rutheniumbasierte MMO-Beschichtungsrohstoffe; 2. Vorbehandlung: Mechanisches Schleifen + Sandstrahlen (Ra = 3.2–6.3 μm) + Beizen; 3. Beschichtung: Sol-Gel-Verfahren + thermische Zersetzung (Trocknung 120–150 °C → thermische Zersetzung 300–400 °C → Sintern 450–550 °C); 4. Nachbearbeitung: Schneiden, Schweißen, Versiegeln (Isolationswiderstand ≥ 100 MΩ); 5. Prüfung: Haftung der Beschichtung, elektrochemische Eigenschaften, physikalische Eigenschaften, Korrosionsbeständigkeit. |
| Anwendungen | 1. Petrochemische Industrie: Erdverlegte Öl- und Gaspipelines, Tankbodenplatten; 2. Meerestechnik: Unterwasserpipelines, Stahlpfähle für Offshore-Plattformen/Hafen; 3. Kommunaler Bau: Städtische unterirdische Rohrleitungsnetze, U-Bahn-Tunnel/Brückenkonstruktionen; 4. Schiffbauindustrie: Unterwasserteile von Schiffsrümpfen. |
Vorteile von ICCP-MMO-Streifenanoden
Im Vergleich zu Hilfsanoden weisen ICCP-MMO-Streifenanoden deutliche Vorteile hinsichtlich elektrochemischer Leistung, struktureller Gestaltung und Umweltverträglichkeit auf.
(I) Gleichmäßige Stromverteilung
Die MMO-Streifenanode zeichnet sich durch ein lineares, flexibles Design aus, das sich präzise an komplexe Metallstrukturen wie Rohrbögen anpasst und eine hohe Haftung (≥ 95 %) auf der zu schützenden Oberfläche erzielt. Die Streifenanode erzeugt ein gleichmäßiges Stromfeld und gewährleistet so eine stabile Regelung des Schutzpotenzials im idealen Bereich von -0.85 V bis -1.15 V (CSE). Beim Schutz von Fernleitungen kann eine einzelne MMO-Streifenanode eine gleichmäßige Schutzabdeckung von 1–3 km erreichen, wobei die Stromverteilungsgleichmäßigkeit im Vergleich zu herkömmlichen Anoden um mehr als 60 % verbessert wird.
(II) Überlegene elektrochemische Leistung
Die einzigartige Zusammensetzung und Mikrostruktur der MMO-Beschichtung verleihen der Anode eine ausgezeichnete elektrochemische Aktivität: Die Beschichtungsoberfläche weist eine wabenartige Porenstruktur mit einer Porosität von 35-45 % auf, wodurch die effektive Reaktionsfläche im Vergleich zu glatten Elektroden um das 5- bis 8-fache erhöht wird; die hohe katalytische Aktivität von Metalloxiden wie Iridium und Tantal führt zu einem Energieumwandlungswirkungsgrad von 95-98 % bei einer langfristig zulässigen Stromdichte von 20-50 A/m².
(III) Lange Lebensdauer
Das Titansubstrat selbst weist eine extrem hohe Korrosionsbeständigkeit auf. Während der Elektrolyse entsteht ein 5–8 nm dicker TiO₂-Passivierungsfilm, der zusammen mit der künstlich aufgebrachten MMO-Beschichtung ein duales physikalisch-chemisches Schutzsystem bildet. Dieses System ist in der Lage, der Korrosion durch Chloridionen in einer Konzentration von 10 g/L zu widerstehen. Die MMO-Beschichtung zeichnet sich durch eine extrem hohe chemische Stabilität aus. In Umgebungen wie Erde, Meerwasser und sauren/alkalischen Medien beträgt ihr jährlicher Materialverbrauch lediglich 0.001–0.003 mm – deutlich weniger als bei herkömmlichen Anoden. Labortests und praktische Anwendungen zeigen, dass die geplante Lebensdauer von ICCP-MMO-Streifenanoden 30–50 Jahre erreichen kann. Dies entspricht dem 3- bis 5-Fachen der Lebensdauer von Siliziumguss-Anoden und dem 5- bis 8-Fachen der Lebensdauer von Graphitanoden.
(IV) Komfortable Installation
MMO-Streifenanoden zeichnen sich durch hervorragende Flexibilität aus und lassen sich ohne Beschädigung zu Bögen mit einem Durchmesser von 100 mm biegen. Dadurch eignen sie sich ideal für beengte Platzverhältnisse und unebenes Gelände. Ihre Standardabmessungen liegen typischerweise zwischen 6.35 und 100 mm Breite und 0.635 und 8 mm Dicke, bei Rollenlängen von 50 bis 152.4 Metern. MMO-Streifenanoden benötigen weder aufwendige Trägerkonstruktionen noch strenge Positionierungsanforderungen. Ihre Flexibilität kommt besonders bei der Installation in engen Räumen wie dem Boden von Lagertanks oder in Rohrleitungen zum Tragen.
(V) Breites Anwendungsspektrum
MMO-Streifenanoden zeichnen sich durch eine extrem hohe Umweltbeständigkeit aus und sind in einem Betriebstemperaturbereich von -40 °C bis 120 °C einsetzbar. Sie eignen sich somit für extreme Klimabedingungen wie Polarkälte und Tropenhitze. Ihre chemischen Eigenschaften sind stabil, und sie gewährleisten eine hervorragende Leistung in verschiedenen Medien wie Meerwasser, Süßwasser, Boden sowie sauren und alkalischen Lösungen. Sie widerstehen komplexen Betriebsbedingungen wie Meerwassererosion, Säure- und Laugenkorrosion und Streustromstörungen.
Herstellung von ICCP-MMO-Streifenanoden
Die Herstellung von ICCP-MMO-Streifenanoden ist ein systematisches Ingenieurprojekt, das Materialwissenschaft, elektrochemische Technologie und Präzisionsbearbeitung integriert. Die Qualitätskontrolle wird während des gesamten Prozesses, von der Rohmaterialauswahl bis zur Prüfung des fertigen Produkts, sichergestellt.
(I) Rohstoffe
Als Matrixmaterial wird hochreines Titan der Güteklasse Gr1 oder Gr2 verwendet. Der Titangehalt beträgt ≥ 99.6 %, die Dicke liegt zwischen 0.5 und 3 mm. Titan zeichnet sich durch hervorragende Korrosionsbeständigkeit und gute mechanische Festigkeit aus und bildet eine stabile Trägerstruktur für die Beschichtung. Um die Haftung zwischen Beschichtung und Substrat zu verbessern, wird das Titanband mehrfach vorbehandelt: Zunächst wird die Oberflächenoxidschicht mechanisch entfernt. Anschließend wird die Oberfläche durch Sandstrahlen aufgeraut, um eine gleichmäßige Rauheit (Ra = 3.2–6.3 μm) zu erzielen. Abschließend werden Oberflächenverunreinigungen und die Oxidschicht durch Säurewäsche (mit einer Mischung aus Salzsäure und Flusssäure) entfernt. Das Band wird vor der Verwendung getrocknet.
Rohstoffverhältnis für MMO-Beschichtungen: Die Beschichtung basiert auf hochreinen Edelmetalloxidpulvern. Gängige Formulierungen lassen sich in zwei Hauptkategorien einteilen: Iridium-basierte (IrO₂-Ta₂O₅) und Ruthenium-basierte (RuO₂-TiO₂). Iridium-basierte Beschichtungen weisen eine höhere katalytische Aktivität und Korrosionsbeständigkeit auf und eignen sich daher für aggressive Umgebungen wie Meerwasser und starke Säuren. Ruthenium-basierte Beschichtungen sind kostengünstiger und eignen sich für herkömmliche Umgebungen wie Boden und Süßwasser. Das Rohstoffverhältnis muss streng kontrolliert werden; beispielsweise liegt das Molverhältnis von Ir zu Ta in IrO₂-Ta₂O₅-Beschichtungen typischerweise zwischen 1:1 und 1:3, um sowohl eine hohe katalytische Aktivität als auch eine gute mechanische Stabilität der Beschichtung zu gewährleisten.
(II) Beschichtung
Die Herstellung der MMO-Beschichtung ist ein entscheidender Schritt für die Anodenleistung. Derzeit kombiniert die gängige Technologie das Sol-Gel-Verfahren mit der thermischen Zersetzung.
Sol-Herstellung: Edelmetallsalze (wie Chloriridsäure und Tantalpentachlorid) werden in wasserfreiem Ethanol oder anderen organischen Lösungsmitteln gelöst. Ein Bindemittel wie Tetrabutyltitanat wird zugegeben, und die Mischung reagiert 2–4 Stunden unter konstanter Temperatur (25–30 °C, 300–500 U/min) durch Rühren, um ein homogenes und stabiles Sol-System zu erhalten.
Beschichtung: Das Sol wird mittels Tauch- oder Sprühbeschichtung gleichmäßig auf den vorbehandelten Titanstreifen aufgetragen. Beschichtungsgeschwindigkeit (5–10 mm/s) und Schichtdicke müssen während des Beschichtungsprozesses kontrolliert werden. Um eine Schichtdicke (20–50 µm) und Gleichmäßigkeit zu gewährleisten, werden üblicherweise drei Beschichtungsstufen eingesetzt.
(III) Thermische Zersetzungsbehandlung
Der beschichtete Titanstreifen wird anschließend in einem Tunnelsinterofen einer segmentierten Wärmebehandlung unterzogen. Im ersten Schritt, der Trocknung (120–150 °C, 10–15 Minuten), werden organische Lösungsmittel aus der Beschichtung entfernt. Im zweiten Schritt, der thermischen Zersetzung (300–400 °C, 15–20 Minuten), zersetzt sich das Metallsalz in Oxide. Im dritten Schritt, dem Sintern (450–550 °C, 20–30 Minuten), entsteht eine dichte, poröse Beschichtung. Der gesamte Wärmebehandlungsprozess erfordert die Kontrolle der Aufheizrate (5–10 °C/min) und der Atmosphäre (Luft oder Sauerstoff), um eine starke metallurgische Verbindung zwischen Beschichtung und Substrat zu gewährleisten.
Anwendungen von ICCP-MMO-Streifenanoden
Aufgrund ihrer hervorragenden Gesamtleistung finden ICCP-MMO-Streifenanoden breite Anwendung in verschiedenen Bereichen wie der Petrochemie, dem Schiffbau, dem kommunalen Hochbau und dem Schiffbau. Sie haben sich als bevorzugte Lösung für den kathodischen Korrosionsschutz verschiedener Metallkonstruktionen etabliert.
(I) Petrochemikalien
Erdverlegte Öl- und Gaspipelines: Fernleitungen für Öl und Gas verlaufen durch komplexes Gelände wie Erdreich, Flüsse und Gebirge und sind mit Problemen wie stark schwankendem Bodenwiderstand und Streustromstörungen konfrontiert. MMO-Streifenanoden können parallel unterhalb der Pipeline verlegt werden. Durch Verfüllen mit Kokspulver lässt sich der Kontaktwiderstand reduzieren, wodurch ein gleichmäßiger Schutz über lange Strecken von 1–3 km erreicht wird.
Bodenplatten von Lagertanks: Bodenplatten von Lagertanks sind ständig feuchtem Erdreich oder Flüssigkeiten ausgesetzt und daher anfällig für Lochfraß und Korrosion. Ring- oder gitterförmige MMO-Streifenanoden ermöglichen einen engen Kontakt mit der Tankbodenstruktur und gewährleisten so eine gleichmäßige Verteilung des Schutzstroms über die gesamte Bodenfläche. Dadurch verlängert sich die Lebensdauer der Beschichtung um mehr als das Doppelte.
(II) Schiffsmaschinenbau
Unterwasserpipelines: Unterwasserpipelines verkehren in Umgebungen mit hohem Salzgehalt, hohem Druck und starker Strömungsbelastung. Hohe Chloridionenkonzentrationen bergen ein extrem hohes Korrosionsrisiko. MMO-Streifenanoden sind beständig gegen Meerwasserkorrosion, anpassungsfähig an dynamische Umweltveränderungen in Gezeitenzonen und vollständig überfluteten Bereichen und können durch Wickeln an der Rohroberfläche befestigt werden. Sie ermöglichen eine präzise Potentialsteuerung von -0.85 V bis -1.1 V (gegen Ag/AgCl).
Offshore-Plattformen und Stahlpfähle von Docks: Unterwasser-Tragstrukturen von Offshore-Plattformen und Stahlpfählen von Docks sind ständig Meerwasser ausgesetzt und daher starker elektrochemischer Korrosion sowie Bewuchskorrosion ausgesetzt. MMO-Streifenanoden können vertikal oder ringförmig entlang der Stahlpfahloberfläche angeordnet werden, um der Korrosion durch Chloridionen und der Einwirkung von Wasserströmung zu widerstehen und einen Schutzwirkungsgrad von über 98 % zu erreichen.
(III) Kommunales Bauwesen
Städtische Untergrundleitungen: Städtische Gas-, Wasserversorgungs- und Abwasserleitungen sind dicht miteinander verflochten, und die Bodenbeschaffenheit ist komplex. Dadurch sind sie anfällig für Störungen durch Streuströme (z. B. von U-Bahnen und Hochspannungsleitungen). Die flexible Bauweise der MMO-Streifenanoden ermöglicht die Anpassung an die komplexe Trassenführung, löst das Abschirmungsproblem dichter Rohrleitungen und verbessert die Schutzwirkung auf 98 %.
U-Bahn-Tunnel und Brückenbauwerke: Bewehrungsstahl in U-Bahn-Tunneln und Stahlkonstruktionen von Brücken ist in feuchter Umgebung korrosionsanfällig. MMO-Streifenanoden können in Betonkonstruktionen eingebettet oder auf der Oberfläche von Stahlkonstruktionen verlegt werden und liefern über ein ICCP-System einen stabilen Schutzstrom für den Bewehrungsstahl. Dadurch wird die Lebensdauer der Bauwerke um mehr als 30 Jahre verlängert.
(IV) Schiffbauindustrie
Die Unterwasserteile von Schiffsrümpfen sind ständig Meerwasser ausgesetzt und dadurch Problemen wie Meerwasserkorrosion und der Anhaftung von Meeresorganismen ausgesetzt. Herkömmliche Korrosionsschutzbeschichtungen nutzen sich schnell ab und versagen. MMO-Streifenanoden können um die Unterwasserteile des Rumpfes gewickelt werden und arbeiten in Verbindung mit einem ICCP-System, um einen dynamischen Schutz zu erzielen. Dadurch werden Schäden durch Meerwassererosion und Korrosion reduziert und die Lebensdauer des Schiffes um mehr als 20 % verlängert.
Als High-End-Produkt im Bereich der kathodischen Korrosionsschutztechnik bieten ICCP MMO-Streifenanoden einen zuverlässigen Korrosionsschutz für verschiedene Infrastrukturen und reduzieren Korrosionsverluste erheblich.
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