MGPS-Anode für Kreuzfahrtschiffe

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Michin.Mu

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Meeresorganismen wie Algen, Muscheln und Seepocken, die in der Meeresumwelt weit verbreitet sind, siedeln sich leicht in den Seewasserleitungen, Kondensatoren und Kühlern von Kreuzfahrtschiffen an und vermehren sich dort, was zu Biofouling führt. Die Gefahren von Biofouling für große Kreuzfahrtschiffe sind zweifach: Erstens verringert die Anhaftung von Meeresorganismen den Querschnitt der Rohre und erhöht den Strömungswiderstand, wodurch die Wärmeaustauscheffizienz des Kühlsystems um mehr als 30 % sinkt und Probleme wie Motorüberhitzung und Störungen der Klimaanlage auftreten können. Zweitens beschleunigen saure Substanzen, die vom Stoffwechsel der Meeresorganismen produziert werden, die Korrosion der Rohre, verkürzen deren Lebensdauer und erhöhen das Risiko von Leckagen.

Das System zur Verhinderung von Meeresbewuchs (MGPS) ist eine Schlüsseltechnologie zur Lösung des Problems der marinen Biofouling. Sie nutzt die anodische Elektrolyse zur Erzeugung spezifischer Ionen und erzielt so einen doppelten Schutz vor Biofouling und Korrosion.

MGPS-Anoden-Funktionsprinzip

MGPS-Anoden

Die Art der MGPS-Anode muss präzise anhand von Faktoren wie dem Fahrtgebiet des großen Kreuzfahrtschiffs, dem Rohrmaterial und der Durchflussrate des Seewassersystems ausgewählt werden. Ihre Kernfunktionen bestehen darin, das Wachstum von Meeresorganismen zu hemmen und die Rohre vor Korrosion zu schützen.

Kupferanoden (Kern-Antifouling-Anode)

Kupferanoden Kupferanoden sind die Kernkomponente des MGPS-Systems zur Hemmung des Wachstums von Meeresorganismen. Sie bestehen hauptsächlich aus hochreinem Elektrolytkupfer (Reinheit ≥ 99.95 %). Einige hochwertige Produkte enthalten geringe Mengen an Zink- und Zinnlegierungen, um die Gleichmäßigkeit der Anodenauflösung zu verbessern. Kupferanoden sind in verschiedenen Ausführungen erhältlich, mit Durchmessern von 70 mm, 82.5 mm, 100 mm und 120 mm und Längen von 250 mm bis 600 mm. Für spezielle Rohrsysteme können Sonderanfertigungen mit Durchmessern von 3.5 Zoll bis 5 Zoll und Längen von 12 Zoll bis 36 Zoll hergestellt werden.

Der Hauptvorteil von Kupferanoden liegt in ihrer stabilen Antifouling-Wirkung. Die Konzentration der durch Elektrolyse erzeugten Kupferionen muss lediglich bei 2 ppb (Teilen pro Milliarde) gehalten werden, um die Anhaftung und das Wachstum von Larven mariner Organismen wie Algen, Seepocken und Muscheln wirksam zu hemmen. Sie eignet sich besonders für tropische und subtropische Gewässer mit hoher biologischer Aktivität und ist daher die bevorzugte Antifouling-Anode für große Kreuzfahrtschiffe auf transozeanischen Reisen.

Aluminiumanode (Kern-Antifouling-Anode)

Das Aluminiumanode Es besteht aus hochreinem Aluminium als Basismaterial, dem Legierungselemente wie Zink, Indium und Magnesium beigemischt werden (z. B. Al-Zn-In-Legierung). Hauptfunktion ist der Korrosionsschutz von Stahl-Seewasserleitungen auf Kreuzfahrtschiffen bei gleichzeitiger Verbesserung des Bewuchsschutzes. Die Spezifikationen sind im Wesentlichen auf Kupferanoden abgestimmt und können flexibel an den Rohrleitungsdurchmesser und die Stromanforderungen angepasst werden. Gängige Durchmesser liegen zwischen 70 mm und 120 mm, Längen zwischen 250 mm und 500 mm.

Die Hauptfunktion von Aluminiumanoden besteht in der Erzeugung von Aluminiumhydroxid-Flockungsmitteln durch Elektrolyse. Zum einen adsorbiert und tötet dieses Flockungsmittel Meereslarven ab und verbessert so die Antifouling-Wirksamkeit von Kupferanoden. Zum anderen lagert sich Aluminiumhydroxid an den Innenwänden von Stahlrohren ab und bildet einen dichten und stabilen Schutzfilm, der den direkten Kontakt von Meerwasser mit der Metalloberfläche verhindert und dadurch elektrochemische Korrosion hemmt.

Im Vergleich zu Zinkanoden weisen Aluminiumanoden eine höhere theoretische Kapazität (ca. 2800 Ah/kg) auf, sind leichter und eignen sich daher besser für die Leichtbauanforderungen großer Kreuzfahrtschiffe. Darüber hinaus bieten sie einen stabileren Korrosionsschutz in Umgebungen mit hohem Salzgehalt und hoher Strömungsgeschwindigkeit. Sie eignen sich für gemäßigte Meeresgebiete mit geringer biologischer Aktivität oder für Kühl- und Brandschutzleitungen aus Stahl auf Kreuzfahrtschiffen.

Eisenanoden (Spezielle Korrosionsschutzanoden)

EisenanodenEisenanoden, auch bekannt als Ferro-Anoden, bestehen hauptsächlich aus Weicheisen und dienen vorwiegend dem Schutz von Spezialrohren in großen Kreuzfahrtschiffen, insbesondere von Kupfer-Nickel-Legierungsrohren (die häufig in Hochtemperatur-Kühlsystemen und Trinkwasserleitungen auf Kreuzfahrtschiffen zu finden sind). Sie sind relativ klein, typischerweise 50–80 mm im Durchmesser und 200–300 mm in der Länge, wodurch sie sich direkt in kleine Filter oder Rohrbögen einbauen lassen.

Die Hauptfunktion der Eisenanode besteht darin, durch Elektrolyse Eisen(II)-Ionen zu erzeugen, die einen stabilen, schützenden Oxidfilm an der Innenwand des Kupfer-Nickel-Legierungsrohrs bilden. Diese Passivierung der Rohroberfläche hemmt Lochfraß und Spaltkorrosion der Kupfer-Nickel-Legierung durch Meerwasser. Im Gegensatz zu Aluminiumanoden besitzen Eisenanoden keine zusätzlichen Antifouling-Funktionen und dienen ausschließlich dem Korrosionsschutz spezieller Rohrleitungen.

Funktionsprinzip von MGPS-Anoden

Das Funktionsprinzip der MGPS-Anoden auf großen Kreuzfahrtschiffen basiert auf der Elektrolyse. Kernstück ist die Ausgabe eines stabilen, schwachen Gleichstroms aus dem MGPS-Steuerschrank, der an der Anode eine Oxidationsreaktion im Meerwasser auslöst. Die freigesetzten Ionen bilden einen Stromkreis mit der Kathode im System und gewährleisten so einen doppelten Schutz vor Biofouling und Rohrkorrosion. Die Elektrolyse der MGPS-Anoden besteht hauptsächlich aus anodischer Oxidation und kathodischer Reduktion. Unterschiedliche Anodenmaterialien erzeugen unterschiedliche Oxidationsprodukte und damit verschiedene Schutzfunktionen.

Elektrolysereaktion von Kupferanoden

Anodische Oxidationsreaktion: Unter Einwirkung von Gleichstrom oxidiert und löst sich die Kupferanode auf, wobei Kupferionen freigesetzt werden. Die Reaktionsgleichung lautet: Cu → Cu²⁺ + 2e⁻.

Kathodenreduktionsreaktion: Die Eisenkathode im System (bzw. die Metallrohre des Kreuzfahrtschiffs selbst) unterliegt einer Reduktionsreaktion. Wassermoleküle im Meerwasser nehmen Elektronen auf, wodurch Wasserstoffgas und Hydroxidionen entstehen. Die Reaktionsgleichung lautet: 3 H₂O + 2 e⁻ → H₂↑ + 2 OH⁻.

Antifouling-Mechanismus: Kupferionen (Cu²⁺) verbinden sich mit Hydroxidionen (OH⁻), die bei der Kathodenreaktion entstehen, zu Kupfer(I)-oxid (Cu₂O). Kupfer(I)-oxid ist hochgiftig und kann die Zellstruktur von Meereslarven zerstören, wodurch deren Anhaftung und Wachstum gehemmt werden. Gleichzeitig strömen Kupferionen mit dem Meerwasser durch die Rohre, bedecken die Innenwand und bilden eine „toxische Ionenmembran“, die die Vermehrung von Meeresorganismen in den Rohren langfristig verhindert.

Elektrolysereaktionen an der Aluminiumanode

Anodische Oxidationsreaktion: Unter Gleichstrom oxidiert und löst sich die Aluminiumanode auf, wobei Aluminiumionen freigesetzt werden. Die Reaktionsgleichung lautet: Al → Al³⁺ + 3e⁻.

Kathodenreduktionsreaktion: Analog zur Kathodenreaktion an der Kupferanode entstehen Wasserstoffgas und Hydroxidionen. Die Reaktionsgleichung lautet: 3H₂O + 3e⁻ → 3/2H₂↑ + 3OH⁻.

Korrosionsschutzmechanismus: Aluminiumionen (Al³⁺) verbinden sich mit Hydroxidionen (OH⁻) zu flockigem Aluminiumhydroxid (Al(OH)₃). Beim Durchströmen des Meerwassers lagert sich dieses Präzipitat allmählich an der Innenwand des Stahlrohrs ab und bildet einen dichten Schutzfilm, der die Metalloberfläche vor elektrochemischer Korrosion durch das Meerwasser schützt. Gleichzeitig können die Aluminiumhydroxid-Flocken auch Meereslarven adsorbieren und so die Antifouling-Wirkung weiter verstärken.

Am Beispiel einer Kupfer-Aluminium-Verbundanode lässt sich zeigen, dass die äußere Kupferschicht und die innere Aluminiumschicht gleichzeitig elektrolytischen Reaktionen unterliegen. Kupferionen wirken der Ablagerungsverhinderung entgegen, während Aluminiumionen Korrosion verhindern. Der Reaktionsstrom wird für beide Schichten gleichmäßig vom Schaltschrank geregelt, um die Kupferionenkonzentration auf dem optimalen Wert von 2 ppb für die Ablagerungsverhinderung zu halten. Der Aluminiumhydroxid-Schutzfilm haftet stabil an der Rohrinnenwand. Die spiralförmige, bifunktionale Anode mit integrierter Eisenkathode bietet durch eine kathodische Reduktionsreaktion zudem einen lokalen kathodischen Schutz für umliegende Rohre und reduziert so deren Korrosionsrate weiter.

Anwendungen von MGPS-Anoden

Die Seewassersysteme großer Kreuzfahrtschiffe sind komplex und bestehen aus zahlreichen Rohrleitungen und Anlagenteilen. Der Installationsort der MGPS-Anoden muss den Prinzipien „Quellenschutz, umfassende Abdeckung und einfache Wartung“ entsprechen, um einen gleichmäßigen Ionenschutz vom Seewassereinlass bis zum Ende der Rohrleitung zu gewährleisten.

(I) Meerwasseransauggitter und Unterwasserventilkästen

Die Seewasseransauggitter und Unterwasser-Ventilkästen bilden die Einlässe des Seewassersystems von Kreuzfahrtschiffen. Meereslarven im Seewasser gelangen über diese Stellen in die Rohrleitung, wodurch sie die Hauptquellen für die Anodeninstallation darstellen. Typischerweise sind jeweils zwei bis vier Unterwasser-Ventilkästen an Backbord und Steuerbord des Kreuzfahrtschiffs installiert. Jeder Ventilkasten enthält zwei bis drei Sätze Kupferanoden oder Kupfer-Aluminium-Verbundanoden. Einige große Ventilkästen sind zusätzlich mit einem Satz Eisenanoden ausgestattet (zum Korrosionsschutz des Ventilkastengehäuses aus Kupfer-Nickel-Legierung).

Die Anode sollte 10–15 cm von der Innenwand des Ventilkastens entfernt angebracht werden, um die Ansammlung von Anodenauflösungsprodukten am Boden des Ventilkastens zu verhindern. Sie sollte durch Schweißen oder Verschrauben befestigt werden, um einen elektrischen Kontaktwiderstand von ≤ 0.01 Ω zu gewährleisten und so die Elektrolyseeffizienz nicht durch schlechten Kontakt zu beeinträchtigen. Die Anode sollte nicht im Wasserdurchflusskanal des Meerwasseransauggitters positioniert sein, um die Meerwasserzufuhr nicht zu beeinträchtigen. Die Hauptfunktion der Anode besteht darin, durch eine hohe Konzentration an Kupferionen die Aktivität von Meeresorganismen zu hemmen, bevor diese in die Rohrleitung gelangen, und so das Risiko von Biofouling an der Quelle zu reduzieren.

(II) Mehrere Meerwasserfilter

Meerwasserfilter (einschließlich Grob- und Feinfilter) werden zwischen dem Unterwasser-Ventilkasten und der Hauptleitung installiert, um Verunreinigungen aus dem Meerwasser zu entfernen. Diese Filter sind auch wichtige Zwischenknotenpunkte für die Anodeninstallation. Jeder Filter enthält typischerweise ein bis zwei Sätze spiralförmiger bifunktionaler Anoden oder geflanschter Verbundanoden, deren Spezifikationen entsprechend dem Filterdurchmesser ausgewählt werden (50–80 mm Durchmesser für kleine Filter, 100–120 mm Durchmesser für große Filter).

Die Anode wird mittels Flansch oder Hülse direkt am Filterdeckel befestigt, um eine einfache Demontage und einen Austausch während der Fahrt zu ermöglichen. Sie muss mit dem Wasserauslass des Filters ausgerichtet sein, damit die Ionen schnell mit dem Wasserstrom in die Hauptleitung gelangen können. Bei PVC-Filtern ist eine Verbundanode mit integrierter Eisenkathode erforderlich, um einen geschlossenen Elektrolysekreis zu bilden. Die Hauptfunktion der Anode besteht darin, die Ionenkonzentration im Meerwasser weiter zu erhöhen, verbliebene Meereslarven im Filter abzutöten und die Filterinnenwand sowie die nachfolgenden Leitungen vor Korrosion zu schützen.

(III) Hauptkühlleitungen

Die Motorkühlsysteme, Klimaanlagen, Kondensatoren, Wärmetauscher und andere Kernkomponenten von Kreuzfahrtschiffen sind besonders anfällig für Biofouling und Korrosion. An den Einlassrohren dieser Geräte werden üblicherweise zwei bis vier Sätze Kupfer-Aluminium-Verbundanoden installiert; einige Hochtemperatur-Kühlrohre (aus Kupfer-Nickel) sind zusätzlich mit Eisenanoden ausgestattet.

Die Anode sollte in einem geraden Rohrabschnitt 1–2 Meter vor dem Geräteeinlass installiert werden, um eine gleichmäßige Ionenverteilung im Wasserstrom vor dem Eintritt in das Gerät zu gewährleisten. Zwischen Anode und Gerät muss ein Sicherheitsabstand eingehalten werden, wobei Sensoren und Schnittstellen des Geräts fernzuhalten sind. Bei großen Geräten wie Kondensatoren und Wärmetauschern können kleine Anoden zur direkten internen Schutzwirkung auf dem Rohrboden im Inneren des Geräts installiert werden. Die Hauptfunktion der Anode besteht darin, einen ungehinderten Durchfluss in den Rohrleitungen und eine optimale Wärmeaustauschleistung des Kerngeräts sicherzustellen und Überhitzung sowie Stillstände durch Biofouling zu verhindern.

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