MGPS-Anode für Unterwasserpipelines

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Michin.Mu

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Unterwasserpipelines, die als „lebenswichtige Unterwasserversorgung“ für den globalen Energie- und Rohstofftransport dienen, transportieren kritische Medien wie Öl, Erdgas, Meerwasser und Industrieabwasser über die Ozeane. Da sie jedoch ständig in der komplexen Meeresumwelt liegen, sind sie permanent mit der gravierenden Herausforderung des Biofoulings konfrontiert: Seepocken, Muscheln, Algen und andere Meeresorganismen haften sich unaufhörlich an den Außen- und Innenwänden der Pipelines an und bilden eine dichte Biofouling-Schicht.

System zur Verhinderung von Meeresbewuchs (MGPS) ist eine Kerntechnologie zur Lösung der Probleme von Biofouling und Korrosion in Unterwasserpipelines. Durch das wissenschaftliche Prinzip der Elektrolyse wird ein doppelter Schutz vor Biofouling und Korrosion erreicht, und sie hat sich zu einem unverzichtbaren System für den Bau und Betrieb moderner Unterwasserpipelines entwickelt.

MGPS-Anoden-Funktionsprinzip

Arten von MGPS-Systemen

Basierend auf dem transportierten Medium (Öl, Erdgas, Meerwasser usw.), der Meeresumgebung (Wassertemperatur, biologische Aktivität, Salzgehalt) und dem Rohrleitungsmaterial (Stahl, Titanlegierung usw.) werden MGPS-Systeme hauptsächlich in drei Kerntypen unterteilt.

(I) Elektrolytische Metallionen-Typ-MGPS

Der elektrolytische Metallionen-Schutz ist derzeit der am weitesten verbreitete MGPS-Typ für Unterwasserpipelines und macht über 70 % des Marktanteils im Bereich des Unterwasserpipeline-Schutzes aus. Seine Hauptvorteile liegen in seiner einfachen Struktur, dem stabilen Betrieb, dem breiten Schutzbereich sowie den gleichzeitigen Antifouling- und Korrosionsschutzfunktionen. Dadurch eignet er sich besonders für den Pipeline-Schutz in Meeresgebieten mit geringer bis mittlerer biologischer Aktivität. Kupfer, Aluminium, und Eisen als Kernelektrodenmaterialien und treibt eine elektrolytische Reaktion durch eine Gleichstromquelle an, um Metallionen und Hydroxidflockungsmittel freizusetzen, wodurch eine doppelte Schutzschicht entsteht.

Kernkomponenten: Im Wesentlichen Kupferanoden, Aluminium-/Eisenanoden, eine Gleichstrom-Steuereinheit, ein Stromüberwachungsmodul und eine Unterwasser-Montagehalterung. Die Elektroden werden typischerweise am Rohrleitungseinlass (Innenwandschutz) oder an wichtigen Stellen der Außenwand (Außenwandschutz) installiert, um sicherzustellen, dass Metallionen mit dem Medium fließen oder durch das Meerwasser in den gesamten Schutzbereich diffundieren können.

Hauptmerkmale: Die bei der Elektrolyse der Kupferanode freigesetzten Kupferionen (Cu²⁺) hemmen in einer Konzentration von 2 μg/L effektiv die Zellteilung und das Wachstum von Algen und Muschellarven und verhindern so Biofouling an der Quelle. Bei der Elektrolyse der Aluminium-/Eisenanode entstehen flockige Substanzen aus Aluminiumhydroxid (Al(OH)₃) bzw. Eisenhydroxid (Fe(OH)₃). Diese sind hochviskos und haften an der Rohroberfläche, wo sie einen dichten Schutzfilm bilden. Dadurch wird das Meerwasser vom Metallsubstrat ferngehalten und Korrosionsschutz erzielt.

Anwendungsbereiche: Unterwasserpipelines in gemäßigten und subtropischen Gewässern mit geringer bis mittlerer biologischer Aktivität, wie z. B. Offshore-Ölpipelines und Meerwasserkühlleitungen in Ost- und Nordchina. Das Verfahren eignet sich auch für Stahlpipelines. Bei Pipelines aus Aluminium oder Kupfer muss eine Eisenanode verwendet werden, um elektrochemische Reaktionen zwischen Elektrode und Substrat zu vermeiden, die die Korrosion verstärken würden.

Vorteile: Langer Elektrodenwechselzyklus (3-5 Jahre bei Kupferanoden, 2-3 Jahre bei Aluminiumanoden) und Fernüberwachung des Elektrodenverschleißes, wodurch häufige Unterwassereinsätze entfallen und Wartungskosten sowie Sicherheitsrisiken reduziert werden.

(II) Meerwasserelektrolyse Typ MGPS

Das Meerwasserelektrolyse-MGPS, auch bekannt als „Chlorelektrolyse-System“, erzeugt durch Elektrolyse von Meerwasser ein starkes Oxidationsmittel, das marine Larven und Sporen direkt abtötet. Es eignet sich zum Schutz von Unterwasserpipelines in biologisch aktiven Meeresgebieten. Dieses System stellt höhere Anforderungen an die Elektrodenmaterialien, die eine hohe Korrosionsbeständigkeit und Elektrolyseeffizienz aufweisen müssen. Daher ist es die bevorzugte Schutzlösung für Unterwasserpipelines in tropischen Gewässern.

Kernkomponenten: Es besteht aus einem Platin-plattierte Titanelektrode (oder Ruthenium-Iridium beschichtete TitananodeDas System besteht aus einem Elektrolyse-Reaktionsbehälter, einem Gleichstromnetzteil, einem Modul zur Überwachung der Oxidationsmittelkonzentration und einer Unterwasser-Dichtungseinheit. Die platinbeschichtete Titanelektrode ist die Kernkomponente und ermöglicht einen stabilen Betrieb in Umgebungen mit hohem Salzgehalt und starker Korrosion bei einem Elektrolysewirkungsgrad von über 95 %.

Hauptmerkmale: Dieses System erzeugt durch Elektrolyse von Meerwasser (das Natriumchlorid enthält) starke Oxidationsmittel wie Chlor (Cl₂) und Hypochlorige Säure (HClO). Diese Substanzen besitzen stark bakterizide Eigenschaften und töten Algen und Muschellarven innerhalb von 10–20 Sekunden ab. Dadurch wird eine Antifouling-Wirkung von über 98 % erzielt. Gleichzeitig hemmen die Oxidationsmittel das Bakterienwachstum in der Rohrleitung und reduzieren so die korrosiven Auswirkungen des biologischen Stoffwechsels. Dies führt zu einer dreifachen Wirkung: Antifouling, antibakterielle Wirkung und Korrosionsschutz.

Anwendungsbereiche: Unterwasserpipelines in tropischen, biologisch hochaktiven Meeresgebieten, wie z. B. Tiefsee-Ölpipelines und Meerwasserentsalzungsanlagen in Südchina, Südostasien und dem Nahen Osten; besonders geeignet für Unterwasserpipelines zum Transport von sauberem Wasser und zur industriellen Wassereinspeisung, wobei sowohl die Reinheit der Wasserqualität als auch der Schutz der Pipeline gewährleistet werden.

Vorsichtsmaßnahmen: Die Echtzeitüberwachung der Oxidationsmittelkonzentration ist notwendig, um zu verhindern, dass zu hohe Konzentrationen die Rohrleitung korrodieren oder die Meeresumwelt nach der Einleitung verschmutzen. Die Internationale Seeschifffahrts-Organisation (IMO) schreibt eindeutig vor, dass die Oxidationsmittelkonzentration, die aus Meerwasser-Elektrolyse-MGPS eingeleitet wird, unter 0.5 mg/l liegen muss; in einigen Regionen mit strengeren Vorschriften wurde der Grenzwert auf unter 0.3 mg/l gesenkt.

(III) Komposit-MGPS

Das Komposit-MGPS ist ein verbessertes Produkt, das die Vorteile der beiden oben genannten Typen vereint. Durch einen dualen Mechanismus aus „Elektrolyse von Metallionen und Elektrolyse von Meerwasser“ hemmt es sowohl das Wachstum von Meeresorganismen als auch verbessert die Korrosionsbeständigkeit von Rohrleitungen. Dadurch eignet es sich für großflächige Unterwasser-Rohrleitungssysteme, die komplexe Medien transportieren, wie beispielsweise Tiefsee-Energieleitungen und Multimedia-Transportleitungen in Hafenanlagen.

Kernvorteile: Der Betriebsmodus kann an saisonale Veränderungen und die marine biologische Aktivität angepasst werden – Umschaltung auf Meerwasserelektrolyse im Sommer, wenn das biologische Wachstum stark ist, um die Sterilisationseffizienz zu verbessern; Umschaltung auf Metallionenelektrolyse im Winter, wenn das biologische Wachstum langsam ist, um den Energieverbrauch zu reduzieren und die Lebensdauer der Elektroden zu verlängern; gleichzeitig verfügt das System über eine automatische Anpassungsfunktion, die die Elektrolyseparameter in Echtzeit entsprechend den Änderungen des Durchflusses und der Temperatur des Rohrleitungsmediums optimiert, um eine stabile Schutzwirkung zu gewährleisten.

Kernkomponenten: Es integriert ein Kupfer/Aluminium-Anodenmodul, ein Platin-Titan-beschichtetes Elektrodenmodul, eine intelligente Steuereinheit, multidimensionale Sensoren (biologische Aktivität, Salzgehalt, Temperatur) und eine Cloud-Datenplattform, um eine intelligente Steuerung des gesamten Prozesses zu erreichen.

Anwendungsbereiche: Meeresgebiete mit stark schwankender biologischer Aktivität (z. B. Unterwasserpipelines in Ästuarhäfen, wo die Vermischung von Meer- und Süßwasser zu instabiler biologischer Aktivität führt), großflächige Tiefsee-Energiepipelines (z. B. Pipelines in Tiefsee-Öl- und Gasfeldern im Südchinesischen Meer) und kombinierte Pipelinesysteme für hafennahe Industrien. Die Unterwasserpipelinenetze der Häfen von Singapur und Dubai nutzen bereits umfassend kombinierte MGPS-Systeme.

Anwendungsnutzen: Im Vergleich zu Systemen mit nur einem Typ verbessert das MGPS-Kompositsystem die Schutzeffizienz um 20 %, reduziert den Energieverbrauch um 15 % und verlängert die Lebensdauer der Pipeline um 50 %. Dadurch eignet es sich besonders für hochwertige und risikoreiche Unterwasserpipeline-Projekte.

Funktionsprinzip von MGPS-Systemen

Das grundlegende Funktionsprinzip von MGPS-Systemen ist die „Elektrolyse“. Durch Anlegen eines stabilen Gleichstroms an die Elektroden, wobei Meerwasser (oder Feuchtigkeit im Rohrleitungsmedium) als Elektrolyt verwendet wird, findet an den Elektroden eine Redoxreaktion statt, bei der Substanzen mit Antifouling- und Korrosionsschutzfunktionen entstehen.

(I) Funktionsprinzip von elektrolytischen Metallionen-MGPS

Dieses System erzielt Schutz durch einen zweifachen Mechanismus aus „Metallionen-Antifouling + Hydroxid-Flockungsmittel-Korrosionsschutz“. Es verwendet keine chemischen Mittel und erfüllt die Anforderungen an den Umweltschutz.

Kupferanodische Oxidationsreaktion (Kern des Antifouling-Effekts): Unter dem Einfluss einer Gleichstromquelle findet an der Kupferanode eine Oxidationsreaktion statt. Kupferatome geben Elektronen ab und lösen sich im Meerwasser oder im Rohrleitungsmedium, wodurch Kupferionen (Cu²⁺) entstehen. Die Reaktionsgleichung lautet: Cu → Cu²⁺ + 2e⁻. Ab einer Kupferionenkonzentration von 2 µg/L (2 mg/m³) können die Zellmembranen und die Atmungsenzymaktivität von Meereslarven geschädigt werden, wodurch deren Wachstum und Anhaftung gehemmt werden. Die Kupferionen wirken gezielt gegen Meereslarven und haben minimale Auswirkungen auf das marine Ökosystem. Somit werden die Umweltstandards der IMO erfüllt.

Aluminium-/Eisen-Anodisierungsreaktion (Kern des Korrosionsschutzes): Gleichzeitig durchläuft die Aluminiumanode (bzw. Eisenanode) eine Oxidationsreaktion, bei der Aluminiumatome Elektronen abgeben und Aluminiumionen (Al³⁺) bilden: Al → Al³⁺ + 3e⁻. Diese Aluminiumionen verbinden sich mit Hydroxidionen (OH⁻) im Meerwasser zu Aluminiumhydroxid-Flocken (Al(OH)₃). Diese Flocken sind hochviskos und diffundieren mit dem Medium bzw. dem Meerwasser. Sie lagern sich an den Innen- und Außenwänden des Rohrs ab und bilden einen dichten Schutzfilm von ca. 0.1–0.3 mm Dicke. Dieser Film isoliert korrosive Medien wie Chloridionen und Sauerstoff vom Metallsubstrat und reduziert so die Korrosionsrate deutlich.

Kathodische Reduktionsreaktion (Kreislaufstabilität): An der Eisenkathode im System (oder das Rohr selbst dient als Kathode) findet eine Reduktionsreaktion statt. Wassermoleküle nehmen an der Kathodenoberfläche Elektronen auf, wodurch Wasserstoffgas (H₂) und Hydroxidionen (OH⁻) entstehen. Die Reaktionsgleichung lautet: 3H₂O + 2e⁻ → H₂↑ + 2OH⁻. Diese Reaktion gewährleistet nicht nur den stabilen Betrieb des Elektrolysekreislaufs, sondern reduziert durch das Prinzip des kathodischen Korrosionsschutzes auch das Potenzial des metallischen Rohrsubstrats und hemmt so die Korrosion des Rohrs durch Meerwasser.

(II) Funktionsprinzip der Meerwasserelektrolyse vom Typ MGPS

Kern dieses Systemtyps ist die „Elektrolyse von Meerwasser zur Erzeugung eines starken Oxidationsmittels, das Meeresorganismen abtötet“. Der Reaktionsprozess ist im Elektrolysebehälter konzentriert, was eine bessere Kontrollierbarkeit ermöglicht und ihn für einen hochintensiven Schutz in biologisch hochaktiven Meeresgebieten geeignet macht:

Meerwasserelektrolyse: Angetrieben von einer Gleichstromquelle bilden eine mit Platin und Titan beschichtete Elektrode (Anode) und eine Kathode einen Elektrolysekreis. Meerwasser (das Natriumchlorid enthält) reagiert elektrolytisch an der Elektrodenoberfläche. An der Anode entsteht Chlorgas (Cl₂) gemäß der Reaktionsgleichung: 2Cl⁻ – 2e⁻ → Cl₂↑; an der Kathode entstehen Wasserstoffgas (H₂) und Hydroxidionen (OH⁻) gemäß der Reaktionsgleichung: 2H₂O + 2e⁻ → H₂↑ + 2OH⁻. Um die Sicherheit zu gewährleisten, hält das System eine Durchflussrate von ≥1.5 m/s durch eine Druckleitung aufrecht. Dadurch kann Wasserstoffgas zusammen mit dem Meerwasser abgeführt werden, und die Wasserstoffkonzentration am Auslass liegt unter 25 % der unteren Explosionsgrenze. Dies entspricht den SOLAS-Sicherheitsstandards.

Oxidationsmittelbildung: Das an der Anode erzeugte Chlorgas reagiert mit Meerwasser zu Hypochloriger Säure (HClO) und Natriumhypochlorit (NaClO). Die Reaktionsgleichungen lauten: Cl₂ + H₂O → HClO + HCl, Cl₂ + 2NaOH → NaClO + NaCl + H₂O. Hypochlorige Säure und Natriumhypochlorit sind starke Oxidationsmittel, die die Zellstruktur von Meereslarven rasch zerstören und Algen- und Muschellarven innerhalb von 10–20 Sekunden abtöten. Die Antifouling-Wirkung liegt bei über 98 %.

Die Gleichstrom-Steuereinheit passt den Elektrolysestrom automatisch an den Meerwasserdurchfluss und die biologische Aktivität (in Echtzeit von Sensoren erfasst) an, um die Oxidationsmittelkonzentration in einem sicheren Bereich von 0.2–0.5 mg/l zu halten. Eine zu niedrige Konzentration erzielt nicht die gewünschte Antifouling-Wirkung, während eine zu hohe Konzentration die Metalloberfläche der Rohrinnenwand korrodiert und nach der Meerwasserableitung die Meeresumwelt belasten kann. Zusätzlich verfügt das System über eine automatische Säurewaschfunktion. Bei Ablagerungen an den Elektroden startet das Säurewaschprogramm automatisch, um diese zu entfernen und eine stabile Elektrolyseleistung zu gewährleisten.

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